Besonders faszinierend sind mathemagische Zauberkunststücke, die auf topologischen Eigenschaften basieren. Ein einfaches Beispiel dafür ist ein Schnurtrick, bei dem die Handgelenke wie in Figur 5 mit einem Stück Schnur verbunden werden. Falls man zwei Personen auf diese Weise miteinander verbindet, wobei die Schnüre so wie in Figur 6 dargestellt verkettet sind, kann die Schnur so manipuliert werden, dass sich das Paar trennen kann, ohne die Schnur zu zerschneiden. Es ist ein unterhaltsames Spiel, beispielsweise in einer Schulklasse je zwei Personen wie in Figur 6 dargestellt miteinander zu verbinden und dem ersten Paar, das sich voneinander trennen kann, einen Preis anzubieten. Die Paare werden bei ihren Versuchen, sich zu befreien, die lustigsten Verrenkungen ausführen.
Die Lösung zu diesem Problem beruht auf der Tatsache, dass die Verbindungslinie aus Schnur, Armen und Körper keine echte geschlossene Kurve ist. Sie kann nämlich an den Handgelenken getrennt werden. Die zwei Personen werden so getrennt, dass man den mittleren Teil der einen Schnur durch jene Schlinge, die das Handgelenk der anderen Person umgibt zieht, dann weiter über deren Hand und wieder durch diese Schlinge zurückzieht.

Figur 8
Figur 5

Figur 9
Figur 6