Bei verschiedenen Kartenkunststücken wird jene Eigenschaft von Jasskarten ausgenützt, dass sich ein Spiel in rote und schwarze Karten aufteilen lässt. Der nachstehende Effekt ist vom spanischen Zauberkünstler Juan Tamariz entwickelt worden und ist sehr leicht vorzuführen. Es geht darum, dass ein Zauberkünstler zwei von den Zuschauern gewählte Karten auf scheinbar unmögliche Art und Weise erraten kann. Das Jassspiel wird so vorbereitet, dass die roten und schwarzen Karten abwechslungsweise liegen. Dann wird das Spiel auf den Tisch gelegt und von einem Zuschauer abgehoben. Die nun zuoberst liegende Karte wird von einem weiteren Zuschauer (A) genommen und eingeprägt; das gleiche geschieht mit der zweitobersten Karte und einem zweiten Zuschauer (B). Nachdem sich die beiden Zuschauer die Karten eingeprägt haben, legt der Zuschauer A seine Karte wiederum auf das Spiel zurück, anschliessend der Zuschauer B (damit ist auf völlig unbemerkte Weise die Reihenfolge der beiden obersten Karten vertauscht worden!).
Nun werden die Karten abwechslungsweise auf zwei Stapel aufgeteilt und die beiden Stapel gemischt. Aus Sicht der Zuschauer ist es unmöglich, dass der Zauberkünstler die beiden anfangs gewählten Karten nennen kann. Beim Durchblättern wird er indessen aus lauter roten oder aus lauter schwarzen Karten ohne weiteres die einzige "fremde" Karte bestimmen können: Es sind die beiden zuvor gewählten Karten!