Einige mathemagische Zauberkunststücke nutzen die besonderen Eigenschaften der Zahl 9 aus. Dreht man beispielsweise eine dreiziffrige Zahl um (die erste und die letzte Ziffer dürfen nicht gleich sein) und subtrahiert die kleinere von der grösseren, so ist die mittlere Ziffer des Ergebnisses immer 9 und die Summe der beiden äusseren Ziffern ist ebenfalls 9. Dies bedeutet, dass man, sobald man die erste oder letzte Ziffer der Lösung kennt, sofort die ganze Zahl sagen kann.
Beim anschliessend beschriebenen Zauberkunststück spielt die Quersumme 9 eine zentrale Rolle. Der Zauberkünstler übergibt einem Mitspieler (Zuschauer) eine Karte (beispielsweise Format A6), auf der ein Schema gemäss Figur 1 aufgezeichnet ist. Nun lässt man den Mitspieler in der obersten Zeile eine fünfstellige Zahl hinschreiben. Anschliessend fordert man ihn auf, mit den gleichen Ziffern, die in der ersten Zeile verwendet wurden, in der zweiten Zeile ebenfalls eine Zahl aufzuschreiben, deren Wert aber kleiner sein soll als der Wert der Zahl in der obersten Zeile. Dann wird der Mitspieler gebeten, die zweite Zahl von der ersten Zahl zu subtrahieren und das Ergebnis in der untersten Zeile festzuhalten. Von den so entstehenden fünf Ziffern in der untersten Zeile soll eine Ziffer ausgewählt und eingekreist werden. Wenn nun der Mitspieler die nicht eingekreisten vier Ziffern in der letzten Zeile dem Zauberkünstler nennt, ist dieser in der Lage, die eingekreiste Ziffer anzugeben.
Erklärung: Die Quersumme der untersten Zeile beträgt stets 9.
Frage: Wie kann der Zauberkünstler zwischen einer eingekreisten 9 und einer eingekreisten 0 unterscheiden?

Figur 1